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Anpassungen beim Besuchertracking

Mittwoch, den 7. Juli 2010 um 11:58 von Florian

Unter “Tracking” versteht man die Erfassung der Aktionen eines Besuchers auf der Website. Dabei werden neben den aufgerufenen Seiten auch Informationen wie verwendeter Browser, Betriebssystem, Bildschirmauflösung und installierte Plugins erfaßt. Anhand dieser Daten kann dann ein Analyse-Tool verschiedene Auswertungen erstellen, welche helfen (wenn sie richtig gelesen werden) die Website weiter zu verbessern.

In den letzten Tagen habe ich an der Datenerfassung einige Änderung vorgenommen. Unteranderem habe ich das technisch sehr gute, datenschutzrechtlich aber eher gefährliche Google Analytics von meiner Seite verbannt. Ich hatte Google Analytics eingebaut, um dieses Tools besser kennenzulernen und Nutzen, sowie Gefahren besser abschätzen zu können. Diese Lösung bietet aber mir im Vergleich zur kostenpflichtigen Lösung von etracker keinen Mehrwert.

Neben den vorhin bereits erwähnten etracker verwende ich auch noch die Open Source Lösung Piwik, welche auf meinem eigenen Server gehostet ist. Bei etracker werden die IP-Adressen nur in verkürzter Form verarbeitet und gespeichert. Bei Piwik werden die IP-Adressen anonymisiert.

etracker Know Now

Neben diesen Tracking- und Auswertetools gibt es weiterhin auch Logfiles, welche jedoch nur für die letzten sieben Tage verfügbar sind. Danach werden sie unwiderruflich gelöscht. Basierend auf den Logfiles erstellt mein Provider Domainfactory mit Webalizer Nutzungsstatistiken (ähnlich wie dieses Beispiel). Diese Statistiken haben nur eine geringe Aussagekraft über das Besucherverhalten, sind aber sehr hilfreich, wenn man wissen will, was auf dem Server so alles passiert (z.B. Wieviel Traffic wird verursacht).

Datenschutz oder Mehrwert?

Freitag, den 23. April 2010 um 12:01 von Florian

Facebook hat auf seiner f8-Konferenz einige interessante neue Funktionen vorgestellt. Website-Betreiber können mit wenig Aufwand Facebook-Funktionen in die eigene Website integrieren. Das macht es den Besuchern noch leichter, mit der Website zu interagieren – oder auch die Website mit Freunden zu teilen. Das bietet dem Betreiber einen deutlichen Mehrwert.

Allerdings bedeutet das auch, dass Facebook jederzeit weiß, welcher Facebook-Nutzer sich wann auf welcher Website (wenn die Funktionen dort eingebaut sind) unterwegs ist. Auch bei nicht in Facebook eingeloggten Besuchern werden diese Daten pseudonymisiert erfaßt und können ebenfalls ausgewertet werden. Damit bekommt Facebook wirklich überall im Internet mit, wer wann wo was macht.

Ich tue mir schwer bei der Entscheidung, ob ich die Vorzüge von Facebook für den Episodenguide nutzen möchte (stärkere Vernetzung, schnellers Wachstum) oder stärker darauf achten soll, dass Daten über meine Besucher nicht (unkontrolliert) an Dritte weitergegeben werden sollen.

Aktuell biete ich beim Episodenguide rechts oben eine “Datenschutz-Einstellung” an, mit der jeder Besucher das externe Tracking deaktivieren. Allerdings ebenfalls nur als Opt-Out-Variante. Folglich wird jeder erstmal getrackt, bis er dem widerspricht. Eventuell könnte ich diese Einstellung noch etwas erweitern und gezielt abfragen, ob die Besucher die Facebook-Funktionen nutzen wollen – jedoch als Opt-In-Variante. Zudem könnte ich die verschiedenen hier verwendeten Tracking-Lösung einzeln aktivieren/deaktivieren lassen. Ich vermute, dass die meisten Besucher nur Google Analytics blockieren wollen. Die anderen Lösungen stellen keine solche “Gefahr” für den Datenschutz dar.

Was ist eure Meinung dazu?


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